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Projekt „Messiah2.0“ der ProVocals in Witten

Der ProVocals-Chor, im Westen der SELK beheimatet, hatte in monatelanger intensiver Probenarbeit ein ganz besonderes Konzert-Projekt vorbereitet: Händels Messias sollte erklingen, aber neu, anders!

Die frohmachende Friedensbotschaft des Messias sollte die Menschen in ihrer jeweiligen Lage und Befindlichkeit heute bewegen, uns alle, Junge und Alte. Und so wagte man ein hervorragendes und die Anwesenden erreicht habendes Experiment, eine Art Uraufführung:

 

ProVocals musizierten nicht nur Teile des barocken Oratoriums gemeinsam mit herausragenden Vokalsolistinnen und -solisten und den Profis des Cölner Barock-Orchesters (CBO), sondern auch Teile der 1992 entstandenen Messias-Bearbeitung von Quincy Jones „A soulful  Celebration“ mit einer überaus exzellent besetzten und fein agierenden Projektband (Benedikt Hölker – Gitarre, Jakobine Dreß – Klavier, Leonie Wroblewski – Saxophon, Roman Fuchß – E-Bass, Mattheo Hölker – Schlagzeug) und außerdem eigenen Kompositionen, Bearbeitungen und Arrangements aus den Reihen der ProVocals (Benedikt Hölker und Finn-Ole Steffen) u.a. auch für Solo-Cello, eine ganz neue Fusion des Messias, die so noch nie erklang, eben eine Uraufführung.

 

Stephanie Buyken-Hölker, die dieses Konzert mit großer Hingabe, motivierend und souverän leitete, hatte in dem aufwändig gestalteten informativen Programmheft die Idee für dieses Konzert erläutert. Und was sich das ProVocals-Kollektiv offensichtlich vorgenommen hatte, sowohl die Ausführenden selbst als auch die Konzertbesucherinnen und

-besucher mit den NEWS der Bibel neu und anders als gewohnt zu konfrontieren, ging in Erfüllung.

 

Es war allerdings nicht nur das beeindruckende mutige Konzept, sondern die brillante und mitreißende Ausführung, die so begeisterte. Die engagierten Vokalsolisten, Sopranistin Theresa Nelles und Bariton Gottfried Meyer, überzeugten durch eine

so selten zu hörende „Cross-Over- Stimm- und Gestaltungkompetenz“, großartig, wie es ihnen gelang, die unterschiedlichen Musikwelten miteinander zu verbinden. Ebenso beeindruckend und mitreißend auch die gesungenen Vokal-Soli aus dem Provocals-Chor: Beate Meyer-Münch, Mariette Bensch, Samuel Uecker, Daniel Krüger, Matthias Krüger und Sönke Steffen. Großartig auch die gesamte Chor-Leistung sowohl im Blick auf die Intonation, rhythmische Präzision als auch auf Engagement und Ausstrahlung. Die begeisternde Projekt-Band wurde von Benedikt Hölker geleitet, bei dessen Geigen-Improvisation über die Hirtenmusik (Pifa) es ganz still wurde in der Kirche.

 

Der stürmische Beifall am Ende dieses so beeindruckenden Konzertes wollte kein Ende nehmen. Die Zuhörerinnen

und Zuhörer in der übervoll besetzten Kreuzkirche in Witten verlangten eine Zugabe, zu der sich die Ausführenden schließlich auch freudig bewegen ließen: Hallelujah!

 

nach selk_news